Rindenhumus

Rindenhumus entsteht aus zerkleinerter Baumrinde. Während früher die Rinde als Abfallprodukt im Wald zurückgelassen wurde, wird sie heute als Nebenprodukt der Holzindustrie weiter verwendet - zum Beispiel in der Substratproduktion. Durch mikrobielle Vorgänge, die sogenannte Fermentation, wird die Rinde zu einem wertvollen Rohstoff für Substrate. Durch die hohen Temperaturen während des Fermentationsprozesses werden unerwünschte Schadstoffe und Unkrautsamen abgetötet. Rindenhumus ist ein braun bis dunkelbraunes Material mit einer mittelgroben bis groben Struktur. Seine chemischen und physikalischen Eigenschaften machen Rindenhumus zu einer vielseitigen Substratkomponente. So ist Rindenhumus unter anderem in der Lage, Nährstoffverluste zu reduzieren sowie Salzschäden in den Kulturen zu vermeiden. Zudem weist es hohe Pufferkapazitäten auf, was zu einem stabilen pH-Wert im Substrat führt. Durch seine Struktur fördert Rindenhumus eine gute Durchlüftung des Substrats sowie die Wasserdurchlässigkeit. Letzteres führt allerdings auch dazu, dass die Pflanzen häufiger gegossen werden müssen.

Verwendung:

Durch die hohe Strukturstabilität von Rindenhumus eignet sich das Material besonders gut in Containersubstraten sowie für Topf- und Kübelpflanzenerden. Das Substrat sackt nicht zusammen, eine lang anhaltende Durchlüftung wird gewährleistet und Staunässe vermieden.

Auch wenn Rindenhumus durch die oben genannten Eigenschaften einen idealen Torfersatzstoff darstellt, wird er heute aufgrund der relativ geringen Kapazität und der steigenden Nutzung von Holz als Energiequelle in der Substratherstellung eher selten verwendet.

Wir bei Höfter verwenden Rindenhumus in unserem Baumschulsubstrat und einer Vielzahl weiterer Produktionserden.

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