Qualitätserden aus Bayern für Bayern
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07 Jun 2020

Steingarten oder Schotterfläche – das Streitthema

Man sieht sie mittlerweile fast in jeder Neubausiedlung. Gärten aus Schotter und Steinen. Warum sind diese modernen Formen der Gartengestaltung so beliebt? Das liegt wohl daran, dass man in der heutigen Zeit immer nach Lösungen sucht die mit möglichst wenig Aufwand verbunden sind. Dazu zählt auch der Garten. Rasen muss gemäht werden, die Hecke muss zurückgeschnitten werden. Den ganzen Sommer über hat man immer Arbeit, man ist angebunden und kann nicht lange wegfahren. Dazu kommt noch das Gießen. Schotter und Steine scheinen da die ideale Lösung, ohne viel Aufwand eine natürliche Umgebung zu schaffen. Aber ist das wirklich so? Sieht man genauer hin, so sind die meisten Schotterflächen nach einigen Monaten oder Jahren mit Unkraut besetzt. Da hilft das beste Vlies nicht pflanzenschutzmittel sind nur schwer zu bekommen, bzw nicht erwünscht.
Zudem vermoosen viele Flächen im Schatten zusehends. Hat man helle Steine, ist dieser Effekt besonders häufig zu sehen. Dann ist auch der Steingarten plötzlich gar nicht mehr so pflegeleicht. Jedes noch so kleine Unkraut sticht auf der grauen Fläche sofort heraus und sorgt für ein plötzlich ungepflegt Bild.
Wir möchten an dieser Stelle aber auch anmerken, dass der Begriff Steingarten doppelt besetzt ist. Auf der einen Seite verwendet man den Begriff häufig für diese kahlen, steinigen Stellen in modernen Siedlungen, andere verbinden damit ein funktionierendes Ökosystem aus Pflanzen und Tieren, die sich auf steinigen Lebensraum spezialisiert haben. Diese Gärten bieten durchaus einen großen Mehrwert für unsere Natur und sollten nicht kritisiert werden.
Es liegt wohl auch an unserer modernen Zeit, dass schöne Bauerngärten oder Stauden Bepflanzungen überhaupt gar keine Option mehr bei der Gartengestaltung sind. Dabei wären diese Gärten so wichtig für unsere Artenvielfalt wie Bienen, Schmetterlinge und Vogelarten. Was viele nicht wissen ist, das funktionierende Staudenpflanzungen oft weniger Aufwand bedeuten als eine Steinfläche. Zugewachsene Pflanzflächen lassen kein Unkraut mehr durch. Meist braucht es nur einen einzelnen Schnitt alle ein bis zwei Jahre um die Pflanzen wieder zu verjüngen. Der Zeitaufwand ist oft nur sehr gering. Je nach Standort können unterschiedliche Bepflanzungsarten gewählt werden. Es gibt Bepflanzungen für schattige Orte, sonnige Orte, trockene Orte sowie für besonders feuchte Orte. Mit der richtigen Wahl lässt sich so viel Arbeit vermeiden und ein wahrer Hingucker bilden. Zudem ist eine Staudenbepflanzung gar nicht viel teurer als eine Steinfläche und man kann sich viele Jahre an dem Anblick erfreuen.
Frag doch am besten mal in der Staudengärtnerei in eurer Nähe oder bei einem professionellen Gartenbaubetrieb nach. Diese helfen euch gerne bei der Auswahl und bei der Bepflanzung. Wer möchte, kann auch einen Pflegevertrag abschließen. Dann kommen ein bis zweimal jährlich die Gärtner zu euch in den Garten und kümmern sich den Rückschnitt und die Pflege der Beete.

07 Jun 2020

Läuse im Garten – was kann ich tun??

Fast jeder hatte schon einmal ein Problem mit Läusen an seinen Pflanzen. Blattläuse vermehren sich rasend schnell, schaden den Pflanzen und ärgern somit jeden Hobbygärtner. Was kann ich tun wenn ich Blattläuse an meinem Pflanzen finde?

Zunächst einmal ist Ruhe zu bewahren. Wenn es sich nur um vereinzelte Läuse handelt ist das Problem relativ schnell in den Griff zu bekommen. Diese können meist mit den Fingern oder einem Pinsel entfernt werden. Macht man dies einmal täglich üblichen Gießgang, sollte das Problem eigentlich erledigt sein.
Kontrolliert man regelmässig, sollte die Befalls Schwelle gar nicht erreicht werden. Sollte dies doch einmal der Fall sein kann man sich mit Nützlingen wie Marienkäfern helfen. Die entsprechenden Larven gibt es im internet oder noch besser bei deinem Gärtner. Dieser berät Dich auch gerne bei der Anwendung.
Um einem Befall vorzubeugen, sollte man einige Dinge im Garten beachten.
Am einfachsten ist es wenn man für eine große Artenvielfalt sorgt. Monokulturen sind ein wahrer Magnet für Schädlinge. Monokultur bedeutet, was man auf einer großen Fläche bitte ein und dieselbe Frucht anbaut. Für Schädlinge ist dies wie ein Buffet. Gibt es eine große Artenvielfalt, gibt es für jeden Schädling einen Gegenspieler der diesen auf dem Speiseplan hat. Fressen oder gefressen werden. Singe und Schädlinge halten sich somit die Waage und Sorgen für eine gesunde Artenvielfalt. Die Artenvielfalt lässt sich fördern indem man viele verschiedene Pflanzenarten pflanzt. Da viele Insektenarten ihre Lieblingspflanzen haben bekommt man so auch eine Vielfalt an Insekten. Viele Schädlinge werden zudem auch von Vögeln nagetieren gerne gefressen. Diese lockt man mit Nist- und Brutgelegenheiten in den Garten.
Hat man ein gesundes Ökosystem in seinem Garten geschaffen hat man auch normalerweise keine Probleme mehr mit Schädlingen. Steingarten und schotterflächen dagegen bieten keinerlei Lebensraum für eine schöne Artenvielfalt.
Sorgt also dafür, dass euer Garten natürlich bleibt.
Viele Baumärkte bieten Pflanzenschutzmittel in Kleinpackungen an. Wir raten davon ab solche Mittel zu verwenden. In einem gesunden Garten sind solche Mittel nicht notwendig. Eigens produziertes Gemüse und Obst sollte überhaupt nicht chemischen Mitteln behandelt werden, da nicht sicher ist, welche Nebenwirkungen für Umwelt und Mensch entstehen.
Wir wünschen dir viel Spaß im Garten und eine reiche Ernte.

07 Jun 2020

Die richtige Pflege von Tomaten

Ende Mai sind die allermeisten Tomaten wohl schon mehrere Tage oder Wochen in ihren Beeten Pflanztöpfen, im Gewächshaus. Jetzt geht es darum die Pflanzen gut durch den Sommer zu bringen und am Ende möglichst viele leckere Früchte zu ernten.Beachtet folgende 5 Punkte für eine erfolgreiche Tomatenernte.
Punkt 1:
Regelmäßig gießen! Achtet darauf, dass ihr besonders in den Morgenstunden gießt. Abends brauchen die Pflanzen nicht so viel Wasser, da es kalt ist. Wenn es sehr heiß ist, kann es notwendig sein, 2 Mal pro Tag zu gießen.
Punkt zwei:
Tomaten ausgeizen! Um das Wachstum der Tomaten zu fördern, es wichtig einige der Nebentriebe frühzeitig zu entfernen. Somit lenkt die Pflanze all ihre Kraft auf den Haupttrieb und die Tomatenpflanzen werden groß und kräftig. Die Nebentriebe bilden sich immer in den Blattachseln. Man erkennt ihn meist daran, dass er in der Mitte steht, wenn an der Spitze 3 Triebe sind. Aber Achtung: Entferne auf keinen Fall der Pflanze, da sich hier später die Früchte bilden Zusätzlich können die unteren Blattpaare wenn nötig entfernt werden. Das kann hilfreich sein, wenn die unteren Blätter auf der Erde aufliegen. Diese Blätter sind oft Herde für pilzliche Erkrankungen.
Punkt 3:
Auf den richtigen Pflanzen Abstand. Die Grenzen zu eng zusammen, trocknen Sie nach dem Gießen oder nach einem Regen nicht schnell ab es können sich Pilzkrankheiten etablieren.
Zudem konkurrieren zu eng stehende Pflanzen um Licht und Nährstoffe. Die Pflanzen tragen dann weniger Früchte.
Punkt 4:
Fixieren der Pflanze. Werden die Tomatenpflanzen größer, sie auf jeden Fall angebunden oder mit einem Metallstab fixiert werden. Vor allem wenn sich die schweren Früchte bilden, sollte die ganze Pflanze oder einzelne Äste abgestützt oder aufgehängt werden, damit sie unter der Last nicht abbrechen.
Punkt 5:
Die Ernte. Reife Früchte erkennt ihr an der Farbe. Wenn die Tomaten die richtige Farbe erreicht haben können sie geerntet werden. Dass die Früchte reif sind, erkennt die auch daran, dass sie sich leicht zu lösen lassen.

Wir wünschen euch einen guten Appetit und viel Spaß im Garten.

08 Mai 2020

Organisationstalent gesucht

Wir suchen eine Bürokraft (m/w/div) in Teilzeit, ca. 30 Wochenarbeitsstunden

Mit unseren Erden und Substraten beliefern wir bayernweit Gärtnereien, Blumenläden und Landhandel. Dabei steht Produkt- und auch Servicequalität im Mittelpunkt. Hier kommen Sie ins Spiel. Für unsere Zentrale suchen wir ab sofort eine Bürokraft in Teilzeit, die im direkten Kontakt mit unseren Kunden steht und für eine reibungslose Abwicklung der Aufträge sorgt. Zudem sind Sie für die Organisation hinter den Kulissen zuständig.

Ihre Aufgaben in Kürze: 

  • Sie kommunizieren per Telefon und Mail mit unseren Kunden und Lieferanten
  • Sie wickeln Aufträge eigenverantwortlich ab. Von der Bestellung bis hin zur Auslieferung sorgen Sie dafür, dass unsere Kunden pünktlich beliefert werden
  • Sie bereiten die Buchhaltung und Lohnabrechnung vor
  • Sie übernehmen die Büroorganisation
  • Sie erstellen Rechnungen und kümmern sich um den Zahlungsverkehr

Das sollten Sie im Idealfall mitbringen:

  • Eine kaufmännische Ausbildung
  • Fortgeschrittene Kenntnisse in MS Office
  • Fähigkeit/Bereitschaft zur schnellen Einarbeitung in neue Programme und Abläufe
  • Flexibilität und Improvisationstalent
  • Gute Deutschkenntnisse
  • Grundlegende Englischkenntnisse wünschenswert

Das können Sie erwarten:

  • Modernes Arbeitsumfeld; schönes, modernes Büro
  • Freundliches, familiäres Team
  • Eigenverantwortung
  • Familienfreundlichkeit
  • Flexible Gestaltung der Arbeitszeit
  • Urlaub im Sommer
  • Mittagessen

Das sind wir:
Wir sind ein regionaler Erden- und Substrathersteller und beliefern mit unseren Produkten den bayerischen Markt. Dabei machen wir alles selbst: vom Vertrieb über die Produktion bis hin zur Auslieferung. Wo es geht, versuchen wir unsere Produkte nach und nach auf nachhaltigere, torfreduzierte Rezepturen umzustellen. Hierbei setzen wir auf regional verfügbare Materialien.
Wir sind ein Familienbetrieb mit 7 Mitarbeitern und schätzen den familiären Umgang miteinander und mit unseren Kunden.

Als zweite Firma betreiben wir einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Hopfenbau mit zwei weiteren Mitarbeitern und mehreren Aushilfskräften.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung (an info@hoefter.de). Bei Fragen können Sie sich gerne vorab telefonisch bei uns melden.

07 Apr 2020

Rasen säen

Sie möchten ihren Rasen verbessern oder unschöne, kahle stellen wieder mit sattem Rasen füllen?
Dann ist jetzt im April der richtige Zeitpunkt. Folgende Anleitung zeigt, wie Sie richtig vorgehen:

 

  1. Rasen von Laub, Ästen und Unrat befreien
  2. Rasen kurz mähen, damit die nachwachsenden Pflanzen genügend Licht bekommen
  3. Fläche vertikutieren. Beim Vertikutieren wird die Oberfläche einige Millimeter eingeschnitten. Das sorgt für eine gute Belüftung des Bodens, regt das Wachstum des Rasens an und befreit die Fläche von Moos und Filz sowie von Unkraut
  4. Ausgelaugte, kahle Stellen sollten jetzt mit frischer Erde belebt werden. Lockern Sie dazu mit einer Harke den Untergrund der kahlen Stelle etwas auf und vermischen Sie das lose Material mit etwas frischer Pflanzerde. Verwenden Sie hierzu beispielsweise unsere Höfter Pflanzerde. Diese bringt frische Nährstoffe mit, lockert den Boden und belebt ihn durch die enthaltenen Mikroorganismen. Bringen Sie einige Zentimeter Erde auf und drücken Sie die Erde leicht an.
  5. Bringen Sie dann den passenden Rasensamen auf. Dieser kann entweder per Hand gestreut werden oder mit einem Streuwagen ausgebracht werden. Den ehemals kahlen Stellen sollten Sie besondere Aufmerksamkeit schenken. Decken Sie Samen auf den kahlen Stellen zusätzlich mit einer ganz dünnen Schicht Erde ab. Dadurch können die Samen nicht vom Wind weggetragen werden und bleiben länger feucht.
  6. Gießen Sie die Fläche gut an. Achten Sie bei den kahlen Stellen darauf, dass Sie das Saatgut mit der Erde nicht wegschwemmen.
  7. Achten Sie darauf, dass die Fläche und insbesondere die kahlen stellen nicht austrocknen. Es kann hierbei erforderlich sein, den Rasen täglich zu gießen.
  8. Gönnen Sie der Fläche jetzt etwas Erholung. Mähen Sie den Rasen erst, wenn er eine Höhe von etwa 10 cm erreicht hat und schneiden Sie ihn danach nicht zu kurz.

Wenn Sie einen Rasen komplett neu anlegen, empfehlen wir Ihnen, den vorhandenen Boden zu lockern und mit Kompost zu mischen. Auf besonders ausgelaugten Böden kann es sinnvoll sein, den Boden mit einem Rasen - Pflanzsubstrat zu bedecken. Hier reichen 1-2 cm vollkommen aus. Damit benötigen Sie für eine Fläche von 10 Quadratmeter ca. 50 bis 100 Liter Erde.

Unterschied Humus und Substrat

Als Humus bezeichnet man meist den natürlichen Oberboden, den Sie in jedem Garten, jedem Acker und jeder Wiese vorfinden. Dieser ist Nährstoffreich und bietet gute Wachstumsvoraussetzungen. Leider ist diese Erde auch oft mit Unkrautsamen und Wurzeln durchsetzt, welche dann keimen bzw. austreiben. Bei der Rasen Neuanlage kann es sein, dass dieses Unkraut schneller wächst als der Rasen und diesen damit verdrängt. Substrate sind Gemische aus mehreren Materialien, die die Eigenschaften von möglichst guten Böden nachbilden sollen. Hier werden meist Materialien verwendet, die unkrautfrei sind. Damit ist die Gefahr einer Verunkrautung von Rasen Neuanlagen geringer.

 

07 Apr 2020

Aussaat im April

Was kann ich im April aussähen?

Der richtige Aussaattermin ist wichtig für den Erfolg beim Selbstanbau. Sät man zu früh, sind die Pflanzen auch zu früh bereit zum Auspflanzen. Werden die Pflanzen dann nicht ins Freie gepflanzt, wachsen die Pflanzen ungebremst weiter und bilden häufig keine Blüten aus. Meist sind die Pflanzen dann beim Auspflanzen schon zu groß und kommen dann mit dem Standortwechsel nicht klar. Bringt man die Jungpflanzen zu früh nach draußen, passt oft die Temperatur nicht und die Pflanzen erfrieren.
Kommen die Samen dagegen generell zu spät in die Erde, verschwendet man wichtige Zeit für die Bildung von Blattmasse und Fruchtausbildung. Sowohl ein zu frühes als auch ein zu spätes Aussäen hat also Nachteile. Oft ist auf der Verpackung des Saatguts angegeben, wann der optimale Aussaattermin ist. Dieser sollte auch eingehalten werden, da die Zucht- und Vermehrungsfirmen am besten wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Generell kann folgendes im April ausgesät werden:
direkt ins Freie (bei geeigneten Temperaturen)
Kartoffeln
Salat
Erbsen
Kohlrabi
Zwiebel
Karotte

im Gewächshaus
Salat
Gurke
Chinakohl
Zucchini

Natürlich unterscheidet sich der Aussaattermin auch je nach Region. In kälteren Regionen ist das Zeitfenster enger, die Aussaat beginnt später und auch der Erntezeitraum ist kürzer.
Auch die Art der Kultur entscheidet über den Aussaattermin. Im Gewächshaus können Pflanzen schon früher ausgepflanzt werden als im ungeschützen Beet. Auch das Hochbeet sorgt für etwas Wärme durch die Zersetzung von organischem Material.

Wichtig: Verwenden Sie die richtige Erde

Achten Sie darauf, dass Sie eine geeignete Aussaaterde verwenden. Diese unterscheidet sich von gewöhnlichen Blumenerden darin, dass sie feiner und lockerer ist und weniger Nährstoffe enthält. Im Idealfall verwenden Sie Höfter Aussaat- und Kräutererde. In der lockeren Erde können sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten. Der geringe Nährstoffgehalt bzw. Salzgehalt fördert zum einen das Wurzelwachstum (die Pflanze muss suchen und bildet mehr Wurzeln), zum anderen beugt der niedrige Salzgehalt Verbrennungen an Wurzeln und Spross vor. Der Salzgehalt (die Angabe muss sich auf der Verpackung befinden) sollte unbedingt unter 1,0g/l liegen. Meist ist das bei stark komposthaltigen Erden nicht gegeben.
Kaufen Sie ihre Erde deshalb am besten in einer Gärtnerei. Die Gärtner wissen, auf was es ankommt und geben Ihnen gerne weitere Tipps für eine erfolgreiche Ansaat.

06 Apr 2020

Wasserspeichergranulat

Nach den heißen Sommern werden wir häufig mit dem Thema Wasserspeichergranulat konfrontiert. In diesem Beitrag möchten wir deshalb die Pros und Contras zu diesem "Bodenhilfsstoff" diskutieren.

Was ist Wasserspeichergranulat
Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Granulat, das die Fähigkeit besitzt, besonders viel Wasser zu speichern. Werbeslogans versprechen ein bis zu 300-faches des Eigengewichts. Sprich: 1g Granulat sollten in diesem Fall 300g Wasser bzw. 300ml Wasser speichern.
Die Stoffe werden oft auch als Hydrogele oder Superabsorber bezeichnet und sind synthetisch hergestellte Kunststoffe. Mischt man das Granulat mit Wasser, quillt es auf und speichert Wasser sowie Salze im inneren des entstandenen Gels. Das passiert durch die eine Vernetzung im inneren der Struktur. Die Wurzeln der Pflanzen können das Wasser aus dem Gel wieder aufnehmen.

Klingt interessant?!
Klar, dass sich manch einer in den letzten Sommern sicherlich ein Mittel wie das Wasserspeicherganulat gewünscht hätte. Teilweise musste man mehrmals am Tag gießen damit die Pflanzen nicht vertrocknen. Durch die anhaltende Hitze verdunstete sehr viel Gießwasser über die Pflanzen aber auch direkt aus der Erde. Im Folgenden möchten wir die die bekanntesten Argumente für und gegen das Granulat aufzählen:

PRO Wasserspeicherganulat

Im Privatgarten:

  • Weniger Gießgänge
  • Nährstoffspeicherung
  • Weniger Trockenstress

Speziell in der Landwirtschaft:

  • Nutzung von trockenen Standorten
  • Kann Bodengefüge verbessern
  • Verringerte Ausschwemmung von Nährstoffen

CONTRA Wasserspeichergranulat

Speziell in der Landwirtschaft:

  • Quellung verändert Bodengefüge negativ und kann zu Erosion führen

Generell:

  • Hohe Kosten
  • Verdichtung der Poren im Boden durch Gel kann zu Sauerstoffmangel und Vernässung führen
  • Zu starke Wasserbindung kann dazu führen, dass das Wasser nicht mehr für Pflanzen verfügbar ist
  • Ungeklärte Fragen zu Abbaubarkeit und Toxizität

Fazit:

Besonders der letzte Punkt lässt einen doch stutzig werden. Im Internet findet man zwar viele Erfahrungsberichte über die Anwendung von Wasserspeichergranulat, man findet aber auch Forschungsergebnisse zur Abbaubarkeit und Toxizität der Granulate. Hierbei spielt vor allem der Stoff Acrylamid eine Rolle, welcher als wassergefährdend und giftig eingestuft wird. Ein weiterer Punkt ist die lange Wirkdauer, die von den Herstellern angegeben wird. Wenn das Granulat wirklich über viele Jahre im Boden funktioniert, bedeutet das auch, dass es vom natürlichen Bodenleben schlecht abgebaut wird. Hier kommt die Frage auf, warum dies so ist...
Für uns als Erdenwerk sind das Gründe genug, Wasserspeichergranulat nicht in unseren Erden oder Substraten einzusetzen. Unsere Erden werden häufig auch für den Anbau von Lebensmitteln in Hochbeeten oder bei Tomaten eingesetzt und wir möchten hier niemandem einem unbekannten Risiko aussetzen. Deshalb setzen wir hier auf natürliche Wasserspeicher wie Komposterde oder Torf. Torf ist zwar ebenfalls umstritten, aber "nur" wenn es um die Ökobilanz geht. Dafür ist Torf ein natürliches Produkt, von dem keine Gesundheitsrisiken ausgehen, was für uns als Argument überwiegt.

Sicherlich macht der Einsatz in bestimmten Regionen Sinn, wenn dadurch trockene Standorte für die Versorgung mit Lebensmitteln genutzt werden. Im Privatgarten kann der Einsatz durch gesunde Böden und gute Erden vermieden werden. Und wenn man in heißen Sommern einmal mehr gießen muss, so hat man doch auch wieder einen Grund seinen Garten und die Sonne zu genießen...

21 Jan 2020

Das Thema Torf und Torfersatzstoffe

Warum Torf

Torf ist technisch der ideale Substratrohstoff. Es ist ein relativ steriles Material ohne Schadstoffe und Unkrautbesatz, Torf ist leicht und hat zudem eine sehr stabile Struktur, Torf kann sehr viel Wasser speichern, Torf ist nährstoffarm und kann deshalb ideal auf die einzelnen Pflanzen/Kulturpflanzen eingestellt werden, Torf hat einen niedrigen pH-Wert und kann dadurch individuell durch Kalkzugabe optimal justiert werden. Geringe Qualitätsschwankungen sorgen für eine hohe Zuverlässigkeit. Zudem ist Torf in großen Mengen verfügbar und lässt sich leicht transportieren. Sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch aus technischer Sicht also der ideale Rohstoff für den Gartenbau. "Aber Torf ist doch schlecht für die Umwelt" hört man heute oft sagen. Im folgenden möchten wir erklären, was es damit auf sich hat.

 

Umweltaspekt

Typisches Bild in Niedersachsen. Eine Torffläche mit gestochenen Torfsoden.
Typisches Bild in Niedersachsen. Eine Torffläche mit gestochenen Torfsoden.

Torf stammt aus Mooren. Moore sind Feuchtgebiete mit einer charakteristischen Flora und Fauna. Der Wasserüberschuss hält den Boden im Moor sauerstoffarm. Abgestorbenes Pflanzenmaterial kann dadurch nicht vollständig zersetzt werden und lagert sich als Torf ab. So entstanden in den letzten 12000 Jahren in den Moorgebieten Europas massive, bis zu 12 Meter hohe Schichten an Torf. Jedes Jahr lagert sich in einem intakten Moor etwa 1mm Torf ab. Da Pflanzen große Mengen Kohlenstoff speichern, wird Kohlenstoff durch die Torfbildung aus der Atmosphäre im Boden eingelagert. Moore werden deshalb auch als Kohlenstoffspeicher bezeichnet.
Durch den Kontakt mit Sauerstoff wird Torf mit der Zeit vollständig zersetzt und der Kohlenstoff gelangt wieder in die Atmosphäre.
Trocknen Moore also aus, hat dies einen Einfluss auf das Klima. Das Austrocknen kann auf natürliche Weise passieren oder durch den Einfluss von uns Menschen. Durch Gräben kann das Wasser aus den Mooren abgeleitet werden um dadurch die Flächen für die Landwirtschaft nutzbar zu machen oder um an den Torf zu gelangen. Was viele nicht wissen: Torf wird seit Jahrhunderten als Brennstoff eingesetzt. Dies ist teilweise sogar heute noch so. Im Gartenbau wird Torf dagegen erst seit 60 Jahren eingesetzt. Somit kann der Gartenbau nicht als direkter Verursacher für die Trockenlegung der Moore gesehen werden. Nichtsdestotrotz ist die Forderung nach Torfersatzstoffen im Gartenbau gerechtfertigt.

 

Auf lange Sicht gesehen wird Torf irgendwann knapp und die geringen Aufbauraten stehen riesigen Abbaumengen entgegen. Torf kann damit als endliche Ressource gesehen werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Torf ist also nicht nur unter klimatischen Aspekten unumgänglich, sondern auch um die Vorkommen für die Zukunft zu sichern.

Heute werden übrigens keine Abbaugenehmigungen für intakte Moore erteilt. Die Aussage, dass Torfabbau Moore zerstört, ist somit nicht richtig. Zumindest nicht aus heutiger Sicht. Ganz im Gegenteil haben sich die Torfproduzenten verpflichtet die Torfabbauflächen nach dem Abbau zu rekultivieren und die typische Moorfauna und -flora wiederherzustellen.

Wir als Erdenwerk verarbeiten nach wie vor Torf. Grund dafür sind zum einen die oben genannten Eigenschaften des Materials. Zum anderen gibt es auch bei den Torfersatzstoffen einige Nachteile und Einschränkungen, welche weiter unten ausgeführt werden. Es gibt zwar Substrate und Erden ohne Torf, aber auch hier gibt es einige Kritikpunkte, wie weiter unten beschrieben wird.
Wir achten immer darauf, den Torfanteil möglichst weit zu reduzieren und versuchen die Transportwege durch regional verfügbare Ersatzstoffe gering zu halten. Außerdem legen wir größten Wert darauf, dass unsere Torfe aus nachhaltigem Abbau stammen und eine Rekultivierung der Abbauflächen vorgesehen ist. Es gibt leider keine Lösung von heute auf morgen. Es wird allerdings eine schrittweise Lösung hin zu torffreien Substraten geben. In einigen Bereichen wird Torf aber sicherlich auch in Zukunft noch verwendet werden.

 

Torfersatzstoffe

  • Kompost

Kompost wird schon immer im Gartenbau eingesetzt, da dieser ja auch in den Betrieben anfällt. Aber auch außerhalb ist Kompost überall verfügbar. Allerdings gibt es große Unterschiede in der Beschaffenheit. Für Kultursubstrate kommen eigentlich nur Grünschnittkomposte in Frage. Diese haben geringere Salzgehalte und weniger Schadstoffe.

Durch den relativ hohen Salzgehalt und den hohen Kalkgehalt (pH-Wert) von Kompost, ist der Einsatz von Kompost je nach Qualität auf maximal 20-40% begrenzt.

Viele Gärtner sehen den Einsatz auf Grund negativer Erfahrungen in der Vergangenheit eher skeptisch.
Zudem schwankt die Qualität je nach Jahreszeit und die Substrate sind etwas unsicherer als reine Torfsubstrate.

Komposte aus Bioabfällen sind für den Einsatz in Substraten nicht geeignet. Diese werden häufig in sogenannte Angebotserden eingemischt, um die Kosten der Rohstoffe und den Preis der Produkte zu senken. Allerdings sinkt dadurch die Qualität der Erden ganz erheblich.

Wir bei Höfter verwenden nur Grünschnittkomposte mit RAL-Zertifikat. Zudem beziehen wir das Material aus der Region.

 

  • Holzfaser

Seit einigen Jahren werden Holzfasern fast von jedem Substrathersteller eingesetzt. Frühere Versuche, Torf durch Holzfaser zu ersetzen scheiterten an der hohen Stickstofffestlegung im Substrat. Da sich die Holzfaser im Substrat mit der Zeit zersetzt werden für die Pflanzen wichtige Nährstoffe gebunden. Die Pflanzen hungern und wachsen schlecht. Dieses Problem hat man durch Stabilisierung teilweise gut in den Griff bekommen. Heute sind Zugaben bis zu 30% nicht unüblich. Die positiven Eigenschaften sind die Nachhaltigkeit sowie die faserige Struktur, die für eine gute Drainage sorgt. Demgegenüber stehen als Nachteile die Zersetzung, die Stickstofffestlegung sowie die geringe Wasserkapazität gegenüber.

Wir bei Höfter setzen Holzfaser sowohl in Substraten als auch in unseren Blumenerden ein. Die Gehalte schwanken zwischen 0 und 30%.

 

  • Rindenhumus

Rindenhumus kommt den Eigenschaften von Torf sehr nah. Rindenhumus hat eine gute Struktur, ausgeglichene Nährstoffe und einen guten pH-Wert.

Allerdings dauert die Rotte von der Rinde zu Rindenhumus sehr lange. Durch den Einzug von Hackschnitzel- und Pelletheizungen werden Holzabfälle wie Rinde zudem häufig verbrannt und sind dann nicht mehr verfügbar.

Den positiven Eigenschaften steht eine schlechte Verfügbarkeit gegenüber. Wir mischen unseren Substraten zwischen 0 und 40% bei.

 

  • Kokosmaterial

Seit einigen Jahren rückt Kokos immer mehr in den Fokus, wenn es um Torfersatzstoffe geht. Das Material das aus den Schalen der Kokosnüsse gewonnen wird, wird häufig auch Cocopeat bzw. Kokostorf genannt. Grund dafür ist, dass sich die Materialien sehr ähnlich sind. Cocopeat wird häufig aber auch kritisiert, da das Material über tausende Kilometer zu uns nach Europa transportiert werden muss. Damit das Material überhaupt einsetzbar ist, muss es mit Süßwasser gewaschen werden, um die pflanzenschädlichen Salzgehalte aus dem Material auszuwaschen. Sauberes Wasser ist eine wertvolle Ressource und in den Ländern der Produktion häufig eh knapp. Zudem können die Arbeitsbedingungen vor Ort nur schwer kontrolliert werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass natürliche Wälder abgeholzt werden um den wirtschaftlich reizvollen Kokosanbau auszuweiten.

Wir bei Höfter sind der Meinung, dass der Einsatz von Kokos unter oben genannten Aspekten keine wirkliche Alternative zu Torf darstellt. Wir haben uns deshalb aktuell gegen den Einsatz von Kokos entschieden.

 

  • Regional verfügbare Rohstoffe wie Reisspelzen, Flachs, Hanfschäben

…sind nur regional und häufig auch saisonal verfügbar und können dadurch nicht als echte Alternative gesehen werden.

 

  • Mineralische Stoffe wie Blähton, Ziegel, Vulkangestein, Bims, Sand, Perlite etc.

…sind ebenfalls nicht immer und überall verfügbar. Manche Rohstoffe wie Ziegel oder Sand sind zudem auch zu schwer, um über weite Strecken transportiert zu werden. Vulkangestein, Bims und Perlite sind zudem ebenfalls endlich und haben häufig vielerlei andere Einsatzgebiete, wodurch eine starke Konkurrenz mit anderen Branchen entsteht, die die Preise für die Rohstoffe in die Höhe treiben.

Mineralische Komponenten werden häufig als Strukturbildner eingesetzt.

Wir bei Höfter setzen seit vielen Jahren auf die Rohstoffe Blähton und Perlite, die ausgezeichnete Eigenschaften besitzen. Zudem setzen wir in unseren Dachgartensubstraten Ziegelgranulat ein.

Wie man sehen kann, gibt es zwar viele verschiedene Torfersatzstoffe, allerdings gibt es keinen, der Torf 1:1 ersetzen kann. Das EINE Substrat der Zukunft wird es nicht geben. Es wird vielmehr eine Vielzahl unterschiedlicher Substrate geben, die sich von Region zu Region und von Einsatzgebiet zu Einsatzgebiet wenig bis stark voneinander unterscheiden. Für einige Einsatzzwecke gibt es aktuell keine absolut vertretbaren Alternativen. Um ganz auf Torf verzichten zu können, ohne das Problem der Nachhaltigkeit nur zu verlagern, wird es nicht nur viel Forschung benötigen, sondern auch ein gesellschaftliches Umdenken sowie eine Veränderung unseres Konsumverhaltens.

 

Was unternehmen wir als Erdenwerk

 

Schon seit es unser Erdenwerk gibt, verwenden wir Torfersatzstoffe aus der Region. Da es bei uns in Bayern keine Torfvorkommen gibt, muss Torf aus Norddeutschland oder dem Baltikum zu uns nach Bayern transportiert werden, was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Deshalb setzen wir schon immer auch auf regional verfügbare Materialien wie Kompost, Holzfaser, Rindenhumus, Ziegel und Blähton. Dadurch haben wir viel Erfahrung mit dem Einsatz und Umgang von Torfersatzstoffen sammeln können. Wo es geht und vom Kunden erwünscht ist, setzen wir Torfersatzstoffe ein. Unsere Blumen- und Pflanzerden sind standardgemäß stark torfreduziert. Aktuell arbeiten wir an einer torffreien Pflanzerde. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Rohstoffbeschaffung. Torfersatzstoffe haben oft hohe Qualitätsschwankungen. Nur durch gute Beziehungen zu Lieferanten aus der Region können wir gute Qualitäten sichern und nachhaltige Erden produzieren.

Zum Schluss möchten wir noch eine Lanze für den Gartenbau brechen. Torf war jahrelang ein wichtiger Substratausgangsstoff. Durch den medialen Fokus auf den Gartenbau und die Forderungen nach Verzicht auf Torf wird ein immenser Druck auf die Branche ausgeübt. Die Umstellung auf torfreduzierte oder torffreie Substrate stellt ein großes betriebswirtschaftliches Risiko für die Gartenbaubetrieb dar. Die Kulturverfahren sind in torfreduzierten Substraten anders als in reinen Torfsubstraten. Der Umgang damit muss erst gelernt werden. Fällt einem Gärtner eine Kultur aus, ist das ein Risiko für seine Existenz. Die Pflanzen lassen sich nicht in wenigen Tagen nachproduzieren. Durch Personalmangel, Bonpflicht, Pflanzenpass, Pflanzenschutzauflagen und die billige Konkurrenz aus dem Lebensmitteleinzelhandel haben unsere Gärtner zudem an vielen verschiedenen Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Unterstützen Sie den Gartenbau durch den Kauf regionaler Erzeugnisse bei lokalen Gärtnereien. Kaufen Sie bewusst ein, schätzen Sie das, was Ihr Gärtner tagtäglich für gute Produkte tut und genießen Sie die Vielfalt, die Ihnen dort geboten wird. Ihr Gärtner wird es Ihnen mit nachhaltig und fair produzierten Pflanzen danken. Somit können auch Sie einen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten.

30 Nov 2019

Unsere neue Graberde

Wie bereits vermeldet, werden wir unser Graberden Sortiment zum neuen Jahr umstellen. Der Grund hierfür liegt in der Verfügbarkeit des bisher verwendeten Färbemittels, das für die tiefschwarze Färbung unserer Graberde sorgte. Zudem kommen wir mit der Umstellung der Nachfrage unserer Kunden nach einer naturdunklen Graberde nach.

In Zukunft werden wir deshalb nur mehr unsere atürlich dunkle Graberde im neuen Verpackungsdesign anbieten. Eine gefärbte Alternative wird es nicht mehr geben. Das neue Produkt ist auf Grund der ausgewählten, natürlich-dunklen und feinen Rohstoffe sowohl als Pflanzerde als auch für die dekorative Abdeckung von Grabstätten geeignet und bietet damit einen großen Vorteil gegenüber der bisherigen Graberde, die ausschließlich zur Abdeckung diente.

Die verwendeten Rohstoffe haben einen natürlichen Wasserspeicher und versorgen die Pflanzen auch an heißen Sommertagen ausreichend mit Wasser und Nährstoffen.

Das neue Produkt wird zunächst in Verpackungseinheiten zu 20l und 45l verfügbar sein. In Zukunft möchten wir zudem wieder eine 10l Variante anbieten.

Zum Produkt

27 Jun 2019

9 Dinge auf die Sie beim Einkauf von Blumen- und Pflanzerde achten sollten

Als Experte möchten wir Ihnen eine Checkliste zur Hand geben, die Ihnen bei der Erden-Auswahl helfen wird:

1. Die Qualität

…macht den Unterschied. Würden Sie sich in ein Bett legen, das nachweislich schlechter für Ihren Rücken ist als ein anderes? Gleiches gilt für Ihre Pflanzen. Eine gute Struktur, hochwertige Rohstoffe, ein ausgeglichener Nährstoffhaushalt und ganz besonders ein optimaler pH-Wert ist ausschlaggebend für die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Billige Erden enthalten oft zu viel Kompost, die Folge sind absterbende Wurzeln, Salzschäden und Staunässe. Zudem stellt sich die Frage, wie sich minderwertiger Kompost, wie er oft in Billigerden verwendet wird, auf die Qualität und Hygiene unserer Lebensmittel auswirkt. Hier wird oft am falschen Ende gespart.

2. Der Preis

… spiegelt die Qualität wieder. So verlockend der Preis auch ist. Gute Erde gibt es nicht für unter 10 Euro (bei 70 Liter). Billige Erden enthalten oft minderwertigen Kompost, da dieser als Abfallprodukt günstig ist. Die Folgen zeigen sich in der Qualität. Gute Erde muss aber auch nicht über 15 Euro kosten.

3. Torffreie und Torfreduzierte Erden

Wir bei Höfter reduzieren den Einsatz von Torf in dem Maß, in dem es (pflanzenbaulich) sinnvolle Alternativen gibt. Als Alternativen verwenden wir Holzfaser, Kompost und mineralische Rohstoffe aus unserem Bayern! Durch diese werden die Substrate der Zukunft erst wirklich nachhaltig, da Ersatzstoffe wie Holzfaser oder Substratkomposte nicht über weite Strecken aus anderen Bundesländern oder dem Ausland zu uns gebracht werden müssen, während diese auch in Bayern in sehr guten Qualitäten zur Verfügung stehen. Material aus Kokos ist in unseren Augen keine nachhaltige Alternative, da die Verarbeitung sowie der Transport aus ökologischer Sicht fragwürdig ist.

Unsere Blumen- und Pflanzerden enthalten schon heute über 50% Torfersatzstoffe!

Unsere Vision ist es, in Zukunft komplett auf Torf verzichten zu können. Daran arbeiten wir Tag für Tag!

Als Alternativen verwenden wir Holzfaser, Kompost und mineralische Rohstoffe aus unserer Region Bayern! Durch diese werden die Substrate der Zukunft erst wirklich nachhaltig, da Ersatzstoffe wie Holzfaser oder Substratkomposte nicht über weite Strecken aus anderen Bundesländern oder dem Ausland zu uns gebracht werden müssen, während diese auch in Bayern in sehr guten Qualitäten zur Verfügung stehen.

4. Beratung

Lassen Sie sich beraten. Von einem Fachmann. In Billig-Baumärkten, Supermarkt oder Discounter gibt es keine Fachberatung zum Thema Erde! Hier geht es um Masse statt um Klasse.

5. Inhalt

Achten Sie auf die Maße der Verpackung. Günstige Erden können bis zu 10% unterfüllt sein. Ist ein Beutel schon optisch kleiner, spricht das für Unterfüllung. Oft zahlen Sie dann mehr ohne es zu merken

6. Spezialerden

Spezialerden haben in vielen Bereichen ihren Sinn. Besonders für säureliebende Pflanzen wie Rhododendron, Heidelbeere oder Hortensien. Hier sollten Sie entsprechende Erde verwenden. In vielen Bereichen ist es aber überflüssig. Tomaten brauchen keine Spezialerde, genauso wenig braucht es eine extra Erde für Naschbeeren. Diese Erden enthalten oft gewöhnliche Pflanzerde und werden zu teuren Preisen angeboten.

7. Gewicht

Gute Erde kann man am Gewicht erkennen. Angebotserden sind oft schwer und fühlen sich nass und kalt an. Zudem wirkt der Inhalt fest. Lassen Sie den Sack einmal leicht auf den Boden fallen. Der Inhalt sollte locker sein. Das spricht für gute Qualität und hochwertige Rohstoffe. Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie beim Berater vor Ort an, ob er Ihnen einen Sack aufmachen kann.

8. Bio Erde

Grundsätzlich sind die Rohstoffe wie Torf, Kompost und Holzfaser biologisch. Die gängigen Bio-Richtlinien haben meist nur wenig Einfluss auf die Mengen an Torf im Substrat. Lediglich die Zugabe von Düngern und anderen Zuschlagstoffen wird reguliert.

9. Siegel und Versprechen

Viele Hersteller versehen ihre Erden mit verlockenden Siegeln und Qualitätsversprechen. Diese sind oft fragwürdig. Besonders im Bereich torfreduzierter Erden wird viel getrickst. Oft ist Torf günstiger als die nachwachsenden Alternativen (besonders Holzfaser). Die Folge: Die Erden bestehen zum Großteil aus Torf und Ersatzstoffe werden nur ganz gering dosiert. Lassen Sie sich davon nicht verwirren. Lesen Sie auch die Zusammensetzung auf der Rückseite der Verpackung oder fragen Sie den Berater vor Ort.