Neu: Kokos im Sortiment

Bisher hatten wir Rohstoffe aus Kokos nicht in unserem Sortiment. Als regionaler Hersteller setzten wir ausschließlich auf Ersatzstoffe aus der Region.

Die Situation hat sich letztes Jahr geändert. Zum Einen haben wir durch unsere Kontakte Vertrauen in die Anbieter von Kokos gewonnen. Zum Anderen wurde die Nachfrage von Ihnen – unseren Kunden – nach Kokos und torffreien Erden und Substraten größer. Deshalb bieten wir ab diesem Jahr torffreie Erden und Substrate auf Basis von Kokos an.
Das erhaltene Material haben wir bereits im Labor untersuchen lassen. Es hat ideale Werte und einen mäßigen Salzgehalt, wodurch es sich für Substrate und Verkaufserden gleichermaßen eignet.
Zudem haben wir verschiedene Substratrezepturen überprüft, wobei alle Analysen hervorragende Werte zeigten.
Aktuell können Sie folgende Substrat-Varianten bestellen:

  • Torffreies Substrat mit mineralischer Düngung
  • Torffreies Substrat mit organischer Düngung in Bio-Qualität (Ohne FIBL LISTUNG!)
  • Torfreduzierte Substrate mit 10-100% Torfersatzstoffen

Sie können die Substrate wie gehabt lose, im Bigbag, im Bigbale oder als 70l Sack (30-36 Sack pro Palette) beziehen.

Für den Verkauf bieten wir aktuell noch kein eigenes Verpackungsdesign an. Sie können das Substrat aber im neuen Sondermischung-Design beziehen (siehe Seite 3), das sich ebenfalls für den Verkauf eignet und die entsprechende Deklaration ausweist.

Viruseintrag durch Substrate – Kein Grund zur Sorge

Hintergrund
Der Hintergrund für diese Meldung ist das Auftreten des Citrus Bark Cracking Viroid in der Hopfenbauregion Hallertau. In einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben wurde an vereinzelten Pflanzen das genannte Viroid festgestellt. Auf Grund der hohen Relevanz der Branche für die Region schlug dieses Thema in vielen Medien auf und sorgt bei den Landwirten für Verunsicherung.

Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht geklärt

Laut unserem Wissen konnten die genauen Zusammenhänge sowie die Herkunft des Viroids und die Vorgänge der Infektion im Hopfen noch nicht abschließend geklärt werden. Als Infektionsquellen können laut Medien gemeinschaftlich genutzte Maschinen und Kompost nicht ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang erreichten uns vereinzelt Anfragen zur Thematik. Im Folgenden möchten wir einige dieser Fragen öffentlich beantworten.

Welche Komposte werden bei Höfter verwendet?

Wir verwenden ausschließlich Grüngutkompost, sprich, Komposte aus kommunalem Grünschnitt sowie Grünschnitt, der in Grünschnitt-Annahmestellen von Privathaushalten abgegeben wird. Kompostierte Hopfenpflanzen sind somit nicht in unseren Komposten enthalten. Zudem möchten wir erwähnen, dass wir in vielen unserer Substrate für den gewerblichen Gartenbau wie auch in unserer Hopfen Pikiererde keine Komposte einsetzen.

Besteht die Gefahr einer Infektion durch Hopfen-Pikiererde?

Für unsere Pikiererde verwenden wir ausschließlich Torf. Diesen beziehen wir aus weit entfernten Regionen. Somit ist die Infektionsgefahr nicht größer als bei anderen Torfsubstraten.

Besteht eine Infektionsgefahr durch gemeinschaftlich genutzte Maschinen?

Unser Erdenwerk und der Hopfenbaubetrieb sind voneinander getrennte Betriebe. Auch die Maschinenausstattung ist getrennt. Maschinen, die wir im Erdenwerk einsetzen, werden nicht in der Landwirtschaft eingesetzt. Somit ist keine Infektionsgefahr zu erwarten.

Was ist dieses Viroid und was macht es?

Das Citrus Bark Cracking Viroid ist – wie der Name schon sagt – aus dem Anbau von Zitrusfrüchten bekannt. Unseren Recherchen zufolge führt das Viroid bei infizierten Pflanzen zu gestauchtem Wuchs. Diese Symptome wurden auch an den untersuchten Hopfenpflanzen festgestellt. Das Viroid, welches erstmals 1988 festgestellt wurde, kommt laut wissenschaftlichen Erkenntnissen in vielen Regionen Europas und der Welt vor und wurde auch an anderen Wirtspflanzen bestätigt, wobei hier keine Schäden auftraten. Auf den Menschen hat das Viroid keinen Einfluss, auch wenn es in vielen Zitrusfrüchten zu finden ist. Ergebnisse ob und unter welchen Umständen das Viroid Symptome im Hopfen auslöst, ist noch nicht gänzlich geklärt. Wir werden an dieser Stelle informieren, wenn wir neue Erkenntnisse dazu haben.

Wir möchten abschließend an dieser Stelle darauf hinweisen, dass von unseren Produkten keine Gefahr ausgeht, sei es für den Hopfenbau, den Privatgärtner oder den gewerblichen Gartenbau. Weitere Fragen zur Thematik beantworten wir gerne über info@hoefter.de oder 08754236.

Hier finden Sie weitere Informationen: https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/CBCVd_express-pra_de.pdf

Ab sofort gibt es EAN Codes

Um den Standards im Endverkauf sowie den Trends der Digitalisierung gerecht zu werden, haben wir unsere Produkte mit EAN Codes ausgestattet. EAN (European Article Code) sind ein einzigartiges System, bei dem je einem Produkt ein einzigartiger Code zugewiesen wird. Dadurch wird das Produkt unverwechselbar und kann von automatischen Registriersystemen erkannt werden.

Im Laufe der Zeit werden wir die dazugehörigen Strichcodes auch direkt auf die Verpackungen drucken, um den Verkauf noch einfacher zu machen. Ab 2019 wird der Strichcode schon auf unserem Kraftdünger und unserer neuen Graberde vorhanden sein. Alle weiteren Produkte werden mit der Zeit umgestellt.

Profitieren Sie von unserem Frühwarn-Service

Um unser Liefernetzwerk weiter auszubauen und Ihre Kosten für Transporte auch in Zukunft gering zu halten, haben wir ein Frühwarn-System eingerichtet. Sollten wir bei unseren Lieferfahrten in Ihrer Region unterwegs sein und noch Kapazitäten haben, würden wir Sie per Mail darauf hinweisen. Sie profitieren von günstigen Preisen und der Möglichkeit auch neben der Saison kurzfristig beliefert zu werden. Sie möchten auch informiert werden? Melden Sie sich einfach bei uns.

Nachhaltigkeit durch regionale Torfersatzstoffe

Unser Sortiment wird ergänzt durch eine Vielzahl bewährter torfreduzierter Substrate. Dabei verzichten wir bewusst auf den Einsatz von Kokosprodukten, auf Grund deren Einfluss auf unser Ökosystem und die weiten Transportwege. Als Ersatz verwenden wir Rohstoffe aus regionalen Materialkreisläufen, wie Holzfaser und Grüngutkomposte. Durch mineralische Zuschlagstoffe können wir den Torfanteil (Blähton, Perlite) weiter reduzieren.

Neue Substratrezepturen

Aktuell überarbeiten wir unsere Substratrezepturen. Hintergrund sind die sich verändernden Kulturbedingungen sowie der Klimawandel. Eine verbesserte Struktur sowie verbesserte Wiederbenetzbarkeit stehen deshalb im Vordergrund. Zudem werden wir in Zukunft alle Substrate mit Spurennährstoffen versehen. Außerdem bieten wir eine Vielzahl torfreduzierter Substrate und Substrate für den Bio-Gartenbau (FIBL Listung) an.

Mehr dazu auf unserer Substrat-Seite