Hintergrund
Der Hintergrund für diese Meldung ist das Auftreten des Citrus Bark Cracking Viroid in der Hopfenbauregion Hallertau. In einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben wurde an vereinzelten Pflanzen das genannte Viroid festgestellt. Auf Grund der hohen Relevanz der Branche für die Region schlug dieses Thema in vielen Medien auf und sorgt bei den Landwirten für Verunsicherung.

Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht geklärt

Laut unserem Wissen konnten die genauen Zusammenhänge sowie die Herkunft des Viroids und die Vorgänge der Infektion im Hopfen noch nicht abschließend geklärt werden. Als Infektionsquellen können laut Medien gemeinschaftlich genutzte Maschinen und Kompost nicht ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang erreichten uns vereinzelt Anfragen zur Thematik. Im Folgenden möchten wir einige dieser Fragen öffentlich beantworten.

Welche Komposte werden bei Höfter verwendet?

Wir verwenden ausschließlich Grüngutkompost, sprich, Komposte aus kommunalem Grünschnitt sowie Grünschnitt, der in Grünschnitt-Annahmestellen von Privathaushalten abgegeben wird. Kompostierte Hopfenpflanzen sind somit nicht in unseren Komposten enthalten. Zudem möchten wir erwähnen, dass wir in vielen unserer Substrate für den gewerblichen Gartenbau wie auch in unserer Hopfen Pikiererde keine Komposte einsetzen.

Besteht die Gefahr einer Infektion durch Hopfen-Pikiererde?

Für unsere Pikiererde verwenden wir ausschließlich Torf. Diesen beziehen wir aus weit entfernten Regionen. Somit ist die Infektionsgefahr nicht größer als bei anderen Torfsubstraten.

Besteht eine Infektionsgefahr durch gemeinschaftlich genutzte Maschinen?

Unser Erdenwerk und der Hopfenbaubetrieb sind voneinander getrennte Betriebe. Auch die Maschinenausstattung ist getrennt. Maschinen, die wir im Erdenwerk einsetzen, werden nicht in der Landwirtschaft eingesetzt. Somit ist keine Infektionsgefahr zu erwarten.

Was ist dieses Viroid und was macht es?

Das Citrus Bark Cracking Viroid ist – wie der Name schon sagt – aus dem Anbau von Zitrusfrüchten bekannt. Unseren Recherchen zufolge führt das Viroid bei infizierten Pflanzen zu gestauchtem Wuchs. Diese Symptome wurden auch an den untersuchten Hopfenpflanzen festgestellt. Das Viroid, welches erstmals 1988 festgestellt wurde, kommt laut wissenschaftlichen Erkenntnissen in vielen Regionen Europas und der Welt vor und wurde auch an anderen Wirtspflanzen bestätigt, wobei hier keine Schäden auftraten. Auf den Menschen hat das Viroid keinen Einfluss, auch wenn es in vielen Zitrusfrüchten zu finden ist. Ergebnisse ob und unter welchen Umständen das Viroid Symptome im Hopfen auslöst, ist noch nicht gänzlich geklärt. Wir werden an dieser Stelle informieren, wenn wir neue Erkenntnisse dazu haben.

Wir möchten abschließend an dieser Stelle darauf hinweisen, dass von unseren Produkten keine Gefahr ausgeht, sei es für den Hopfenbau, den Privatgärtner oder den gewerblichen Gartenbau. Weitere Fragen zur Thematik beantworten wir gerne über info@hoefter.de oder 08754236.

Hier finden Sie weitere Informationen: https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/CBCVd_express-pra_de.pdf